Häufige Fragen und Antworten
Ein „Pseudo Customer“ ist eine Person, die sich in der Apotheke als Kunde ausgibt. Einem exakt vorgegebenen Leitfaden folgend spielt er seine Rolle. Dabei gibt er vor, unter einem Symptom zu leiden, ein spezielles Arzneimittel zu benötigen oder ein Rezept einlösen zu wollen. Während des Gesprächs beobachtet und bewertet der Pseudo Customer die Beratung des pharmazeutischen Personals anhand vorgegebener Kriterien. Grundlage dafür sind v. a. die Leitlinien der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung „Information und Beratung des Patienten bei der Abgabe von Arzneimitteln“.
„Mykosen“ lautet das Schwerpunktthema 2026 für alle Pseudo Customer-Besuche. Zu den üblichen Beratungsfällen in der Apotheke zählen insbesondere oberflächliche Pilzinfektionen der Haut und Schleimhäute, z. B. Haut-, Fuß- und Nagelpilz, Vaginalpilz, Windel- und Mundsoor. Ein Pseudo Customer wird sich in der Apotheke zur entsprechenden Symptomatik ggf. auch direkt verbunden mit einem konkreten Arzneimittelwunsch beraten lassen. Pilzinfektionen weisen keine Selbstheilungstendenz auf, sodass eine Information und Beratung der Patientinnen und Patienten erforderlich ist, um insbesondere auch auf Limitationen der Selbstmedikation aufmerksam zu machen.
Als dauerhaft qualitätssichernde Maßnahme haben sich in anderen Ländern regelmäßige Pseudo Customer-Besuche über einen längeren Zeitraum bewährt. Die Avoxa Mediengruppe bietet allen Apotheken 1 oder 2 Besuche pro Jahr an, die nach Absprache jedoch auch häufiger stattfinden können. Sowohl Einzelanmeldungen als auch Dauerbuchungen sind möglich. Die Anmeldung erfolgt online.
