- Der Pseudo Customer-Besuch
- Das Beratungsgespräch
- Das Feedbackgespräch
- Die Zeit danach
- Der nächste Besuch
- Zusammenarbeit mit den Apothekerkammern der Länder
- BeratungsChecks
- Messung der Beratungsqualität
Von der Idee zum Konzept
Ziel
Das Ziel des Pseudo Customer-Konzeptes ist, sich berufsintern kritisch mit der Qualität der Beratung in öffentlichen Apotheken auseinander zu setzen. Es ist ein Instrument zur externen Qualitätssicherung und -verbesserung im Apothekenalltag. Jede Apotheke kann ihre Beratungsstärke einfach und anonym bestimmen lassen und ein persönliches Feedback mit Verbesserungsvorschlägen für die Beratungspraxis erhalten. Mit den erarbeiteten Ergebnissen soll sich die Beratungsstärke der Apotheke weiterentwickeln.
Hilfe zur Selbsthilfe
Fachliches und konstruktives Feedback
Qualitätskriterien
Beratungssituationen
Für die Besuche werden verschiedene Szenarien eingesetzt. Mit der Ankündigung des Schwerpunktthemas kann sich das Apothekenteam intensiv im Rahmen interner Fortbildungskonzepte mit dem Thema befassen und die eigene Umsetzung der Informations- und Beratungsprozesse bereits vorab prüfen und ggf. optimieren. Mit alltagsüblichen Szenarien ausgehend von einem konkreten Präparatewunsch oder auch einer Symptomschilderung wird das Schwerpunkthema im Beratungsgespräch initiiert. Sowohl Szenarien, in denen nach Abklärung beratungsrelevanter Aspekte eine Selbstmedikation möglich ist, als auch Szenarien, in denen die Grenzen der Selbstmedikation erreicht sind oder andere Aspekte der Arzneimitteltherapiesicherheit berücksichtigt werden müssen, kommen zum Einsatz. Der Apotheke ist vorab nicht bekannt, welches Szenario eingesetzt wird.
Schwerpunktthema 2026: Mykosen
„Mykosen“ lautet das Schwerpunktthema 2026 für alle Pseudo Customer-Besuche und kammerinitiierten BeratungsChecks. Zu den üblichen Beratungsfällen in der Apotheke zählen insbesondere oberflächliche Pilzinfektionen der Haut und Schleimhäute, z. B. Haut-, Fuß- und Nagelpilz, Vaginalpilz, Windel- und Mundsoor.
Anonymität
Fortbildungspunkte
Feedback zum Feedback
Der Pseudo Customer-Besuch
Das Beratungsgespräch
Das Feedbackgespräch
In einem Feedbackgespräch mit der beratenden Person werden die aus dem Beratungsgespräch abgeleiteten Stärken und Verbesserungspotentiale der individuellen Beratungsleistung besprochen und konkrete Maßnahmen für die Verbesserung zusammen erarbeitet. Selbstverständlich lässt ein einzelner Pseudo Customer-Besuch keinen Rückschluss auf die generelle Beratungsleistung einer Person oder gar der ganzen Apotheke zu, dennoch liefert dieser Besuch viele Anhaltspunkte auch für interne Verbesserungsmaßnahmen. So soll im zweiten Schritt des Feedbackgesprächs auch die Apothekenleitung bzw. die vertretungsberechtigte Person hinzugezogen werden und auf mögliche Maßnahmen aufmerksam gemacht werden. Die Ergebnisse werden schriftlich festgehalten und dienen der Apotheke auch zum Nachweis der externen Überprüfung der Beratungsqualität im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems.
Die Zeit danach
Der nächste Besuch
Zusammenarbeit mit den Apothekerkammern der Länder
BeratungsChecks
Apotheken können auch im Rahmen von BeratungsChecks von einem Pseudo Customer besucht werden. Die Avoxa Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH wird dabei von den Apothekerkammern der Länder mit der Durchführung der BeratungsChecks beauftragt. Weitere Informationen erhalten die Apotheken im Feedbackgespräch oder auch über die jeweilige Kammer.
Ziel ist, die Beratungskompetenz der öffentlichen Apotheken zu stärken.
Die Ergebnisse der BeratungsChecks werden anonymisiert zum Zweck der Ableitung von Schulungsmaßnahmen den Apothekerkammern der Länder zur Verfügung gestellt.
Messung der Beratungsqualität
Die Leitlinien der Bundesapothekerkammer zur „Information und Beratung bei Abgabe von Arzneimitteln“ bilden die Grundlage für die Entwicklung der Szenarien und den Bewertungskriterien. In die Entwicklung der Szenarien sind die Apothekerkammern der Länder unmittelbar einbezogen.
Fachlich/inhaltlich ist die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. für die Weiterentwicklung des Konzepts und die Erstellung der Schulungsmaterialien verantwortlich.