Sichern sie sich Ihr Ticket jetzt!

Pharmazeutische Dienstleistungen jetzt vorbereiten

Das Schiedsverfahren läuft noch, aber sehr bald wird es hoffentlich so weit sein, dass Apotheken bestimmte pharmazeutische Dienstleistungen für GKV-Patienten anbieten und honoriert bekommen. Apotheken sollten sich jetzt dafür bereit machen – wie, erklärten Ulrich Brunner und Dr. Alexander Ravati beim PZ-Management-Kongress.

Eigentlich sollten sie schon seit dem 1. Januar dieses Jahres das Portfolio der Apotheken vor Ort bereichern: genau definierte pharmazeutische Dienstleistungen gegen Honorar, dass die Krankenkassen übernehmen müssen, und jede Apotheke anbieten können soll. Das Geld dafür wird bereits seit dem 15. Dezember 2021 eingesammelt, steht bereit und soll nach erbrachter Leistung quartalsweise über den Nacht- und Notdienstfonds ausgeschüttet werden. Nur gibt es immer noch keine Einigung zwischen GKV-Spitzenverband und Deutschem Apothekerverband, welche Dienstleistungen für welchen Preis genau es sein sollen. Dafür stehen schon einige Details zu Abrechnung und Vergütung im Rahmenvertrag, in den Apothekenleiter schon einmal einen Blick werfen sollten.

Nachdem am 4. April 2022 keine Einigung vor dem Schiedsgericht erzielt wurde, muss demnächst erneut verhandelt werden. Dann sollten viele Apotheken diese Dienstleistungen so schnell wie möglich anbieten, sodass der Fonds auch ausgeschöpft wird, meint Apotheker Dr. Alexander Ravati, der sich auf Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und Medikationsanalyse spezialisiert hat und mit seinen Seminaren Pharmaziestudierende und PhiPs auf die Staatsexamina vorbereitet. »Wir müssen dann möglichst schnell beweisen, dass wir es auch machen – es liegt dann in der Hand jeder einzelnen Apotheke, ob es ein Erfolg wird.« Weiterlesen…

Erschienen auf https://www.pharmazeutische-zeitung.de am 08.04.2022